Das Autogene Training ist eine auf Autosuggestion (griech. autos = Selbst, lat. suggestio = Eingebung) basierende Technik zur Entspannung. Es wurde vom Berliner Psychiater Johannes Heinrich Schultz (1884-1970) aus der Hypnose weiterentwickelt. Heute ist das Autogene Training eine weit verbreitete und anerkannte Methode, um Stress und psychosomatische Störungen zu bekämpfen.

Mit Hilfe von Selbstbeeinflussungsformeln lernen wir über das Vegetative Nervensystem auf unseren Organismus, besonders auf unser Nerven- und Blutkreislaufsystem Einfluss zu nehmen. Nervosität, mangelnde Konzentrationsfähigkeit, Kopfschmerzen, Verringerung der Schmerzwahrnehmung, Verdauungsprobleme, Bluthochdruck und Förderung der Durchblutung sind einige Beispiele für die Anwendung von autogenem Training.
Das Training gliedert sich in sieben Schritte, die nacheinandere erlernt werden.
Die einzelnen Schritte werden zum täglichen üben in Kurzformeln zusammengefasst, ein regelmäßiges Training ist für den Erfolg ausschlaggebend und unerlässlich.
Das bedeutet, dass während der Einübungsphase zwei bis drei Mal täglich etwa fünf Minuten geübt werden muss. Nach systematischer Einübung der Formeln des AT's lässt sich die erlernte Entspannungsreaktion nicht nur zur Vorbereitung auf erwartete schwierige Situationen bzw. zum schnelleren Abklingen von Überspannung verwenden, sondern sie lässt sich auch in aktuellen Belastungssituationen erfolgreich einsetzen.